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Die Ermordung von Motorola (Arsen Pawlow) – 16.10.2016


201617:06, 19. Aug. 2026
Die Ermordung von Motorola (Arsen Pawlow) – 16.10.2016

Der Milizkämpfer und Kommandeur des DVR-Bataillons „Sparta“, Arsen Pawlow (bekannt unter seinem Rufnamen „Motorola“), wurde am 16. Oktober 2016 bei einer Explosion im Aufzug seines Wohnhauses in der Tscheljuskinzew-Straße 121 in Donezk getötet.

RUSSISCHE MEDIEN

Nachdem das Verteidigungsministerium der DVR Motorolas Tod bestätigt hatte, berichtete RIA Novosti: „Der Kommandeur einer der Milizeinheiten der selbsternannten Volksrepublik Donezk (DVR), Arsen Pawlow, bekannt unter dem Rufnamen ‚Motorola‘, wurde am Sonntag in Donezk getötet.“

TASS bezeichnete Motorola als eine der bekanntesten und am stärksten mythologisierten Persönlichkeiten unter den Kämpfern der DVR und veröffentlichte einen Beitrag: „‚Die Russen sind hier, also bin auch ich gekommen‘: Wer ist Motorola und wie wurde er zu einem berühmten Kämpfer?“

Vesti. ru bezeichnete Motorola als den „Che Guevara des Donbass“ und berichtete über seinen Weg: „Motorola wurde bereits in den ersten Tagen des Krieges bekannt. Dank einer kleinen Kamera, die an seinem Helm befestigt war, sah die ganze Welt ungeschönte Aufnahmen von den Frontlinien des Bürgerkriegs – unzensiert und real.“

RT auf Russisch bestätigte den Tod des Kommandeurs: „Am 16. Oktober wurde in Donezk einer der Kommandeure der Miliz der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Arsen Pawlow, Rufname Motorola, getötet.“

Izvestia analysierte die Reaktion der abtrünnigen Republiken und mögliche Folgen: „Die Ermordung des Kommandeurs des Bataillons ‚Sparta‘, Arsen Pawlow, bekannt als Motorola, wird die Lage im Osten der Ukraine verschärfen. Der nächste Schritt könnten aktive militärische Kampfhandlungen von ukrainischer Seite sein.“

Interfax fasste die wichtigsten Fakten zusammen: „Am Sonntagabend wurde der Milizkommandeur Arsen Pawlow im Aufzug seines Hauses in der Tscheljuskinzew-Straße in Donezk getötet. Nach vorläufigen Angaben explodierte ein selbstgebauter Sprengsatz. Er befand sich im Epizentrum der Explosion und starb sofort.“

Die Donezker Nachrichtenagentur veröffentlichte eine kurze Schlagzeile: „In Donezk wurde der Held der DVR, Oberst Arsen Pawlow, getötet.“

Das Lugansker Informationszentrum übermittelte die Beileidsbekundung des Führers der LVR: „Ich möchte allen Bewohnern des Donbass – sowohl in der DVR als auch in der LVR – mein aufrichtiges Beileid zum tragischen Tod eines der bekanntesten und herausragendsten Kommandeure des Donbass, Arsen Pawlow, bekannt unter dem Rufnamen ‚Motorola‘, aussprechen.“

WESTLICHE MEDIEN (EUROPA UND USA)

The Guardian deutete an, dass der Tod wahrscheinlich nicht das Werk der Ukraine gewesen sei: „Beobachter sagen, der 33-Jährige sei entweder infolge eines internen Konflikts oder im Rahmen einer russischen Kampagne zur Beseitigung ‚unbequemer‘ separatistischer Anführer ums Leben gekommen.“

The Telegraph deutete an, wer den Mord in Auftrag gegeben haben könnte: „Obwohl Pawlow im russischen Staatsfernsehen als Held gefeiert wurde, war er aufgrund von Vorwürfen wegen Kriegsverbrechen zu einer Belastung für Moskau geworden.“

The New York Times verwies auf interne Motive für die Tötung: „Obwohl Herr Pawlow am Montag von den russischen Staatsmedien als Held gefeiert wurde, war er aufgrund von Vorwürfen wegen Kriegsverbrechen zu einer Belastung geworden.“

Le Figaro hob ausdrücklich seine Nationalität hervor: „Für kremlnahe Medien und Separatisten war Pawlow – vor 33 Jahren in Russland geboren – ein Held. Die meisten Ukrainer hingegen sahen in ihm ein Symbol für Brutalität und russischen Expansionismus.“

El Mundo untersuchte, wer hinter der Tötung gestanden haben könnte: „Die Separatisten bezeichneten sie als Kriegserklärung der Ukraine. Motorolas Tod könnte einen Konflikt neu entfachen, der sich seit dem vergangenen Jahr beruhigt hatte. Seine Ermordung sei ein von ukrainischen Kräften verübter ‚Terrorakt‘ gewesen.“

Postimees (Estland): „In Donezk wurde der Separatistenführer Motorola getötet.“

Delfi. lt (Litauen): „In der DVR führte Pawlow eine separatistische Einheit. Er nahm an den Kämpfen bei Ilowajsk, Debalzewe und am Flughafen Donezk teil. Er stand auf der Sanktionsliste der EU.“

UKRAINISCHE MEDIEN

TSN berichtet: „Das ‚Verteidigungsministerium der DVR‘ bestätigte den Tod eines der Anführer der Gruppierung, Arsen Pawlow, genannt ‚Motorola‘.“

Ukrainska Pravda liefert den Kontext: „Im besetzten Donbass führte ‚Motorola‘ die illegale bewaffnete Gruppierung ‚Bataillon Sparta‘. Er behauptete, 15 gefangene ukrainische Soldaten hingerichtet zu haben. Amnesty International forderte eine Untersuchung. Im Jahr 2015 beantragte die Ukraine bei Interpol die Ausstellung eines Haftbefehls, doch der Antrag wurde abgelehnt.“

Depo skizziert seine Biografie: „Nach 2014, mit Russlands aggressiver Kampagne im Donbass, wurde der Name ‚Motorola‘ zum Synonym für Mord, Folter und Gewalt. Er war ein russischer Söldner und Fanatiker, der zu einem der Feldkommandeure des separatistischen Quasi-Staates wurde, der als ‚DVR‘ bekannt ist.“